3. Punischer Krieg
Streitigkeiten zwischen Karthago und dem, von den Römern unterstützten Numiderkönig
Massinissa führen zum Ausbruch des 3. Punischen Kriegs. Trotz wirdersprüchlicher Meinungen im
Senat setzt sich eine führende Gruppe unter Cato durch (Cato schloss jede seiner Reden mit: "ceterum censeo Carthaginem esse delendam" -> "Im Übrigen bin ich der
Meinung, dass Karthago zerstört werden muss"). Karthago wird zerstört, die Bewohner
versklavt und das Land die neue Provinz "Africa".
Als Erben von Attalos von Pergamon gliedern die Römer sein Land als Provinz "Asia" in das
Reich ein. Im Norden ist das Reich durch die Provinzen "Gallia Cisalpina" und "Gallia
Narbonensis" abgerundet. Somit haben sich die Römer über den gesamten Mittelmeerraum
ausgebreitet.
Folgen der Kriege
Von der römischen Verfassung her waren die freien Bauern zum Kriegsdienst verpflichtet.
Aufgrund des Kriegsdienstes konnten sie sich nicht um ihre Äcker kümmern und verarmten. Sie
hatten zwar das römische Reich um Provinzen vergrößert, die den Patriziern viel Geld einbrachten,
sie jedoch hatten nur ihren Sold, der auch nicht lange zum Überleben reichte. Häufig kauften
Großgrundbesitzer das Land zu einem Spottpreis auf und ließen es von Sklaven, die ja im Überfluss
vorhanden waren, bestellen. Die mittellosen Bauern zogen auf der Suche nach Arbeit in die Stadt
und vergrößerten das schon vorhandene Stadtproletariat. Die Schere zwischen Arm und Reich
wurde immer größer und stürzte den Staat in eine große Krise.
Der Adel spaltete sich in zwei Gruppen. Die "Optimaten" als Vertreter des ursprünglichen
Systems und die "Popularen", die auf Reformen drängten. Die Gracchen (Anfangs Tiberius Gracchus und nach dessen Tod sein Bruder Gaius) versuchten über das
Volkstribunat und bisher nicht dagewesene politische Methoden (Tiberius Gracchus ließ einen anderen Volkstribun vom Volk absetzen) Reformen einzuleiten. Trotz
anfänglicher Erfolge scheiterten beide an der Macht des Senats und des Adels.
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