2. Punischer Krieg
Der 2. Punische Krieg beginnt ebenfalls mit Kompetenzstreitigkeiten um eine Stadt, diesmal
Sagunt. Der berühmte Nachfolger des ermordeten Hasdrubal ist kein geringerer als Hannibal. Er ist
von Beginn an auf einen Konflikt mit Rom aus und nimmt, nach 8 Monaten Belagerung, die Stadt
ein. Es folgt eine Kriegserklärung der Römer an die Karthager.
Das berühmteste und zugleich bedeutendste Ereignis dieses Krieges ist der Zug Hannibals über
die Alpen. Im Vorfeld hat er schon Gesandte ausgeschickt, um mit den dort ansässigen Stämmen zu
verhandeln. Sie waren erfolgreich und die Kelten stehen bereit, sich ihm anzuschließen. Trotz des
Verlustes der Hälfte seiner Männer und der damit verbundenen zahlenmäßigen Unterlegenheit,
bringt Hannibal Rom an den Rand der Existenz. Durch geschickte Taktik besiegt er die Römer an
der Trebia, am Trasimenischen See und schließlich in der berühmten Schlacht von Cannae. In
Cannae bringt Hannibal den Römern die größte Niederlage ihrer Geschichte bei! Sein Hauptziel,
nämlich den Abfall der römischen Bundesgenossen, erreicht er jedoch nicht. Warum er aber Rom
nicht direkt angegriffen hat, ist bis heute ungeklärt. Nach Cannae verbündet Hannibal sich mit
Philipp V. von Makedonien, um die Macht Roms auf das italienische Festland zu begrenzen.
Philipp will nämlich diese Gelegenheit nutzen, sein Reich nach Westen zu vergrößern.
Als Reaktion verbündet sich Rom mit dem "Ätolischen Bund" und nimmt unter Consul
Marcellus nach zweijähriger Belagerung Syrakus ein (Dort fand Archimedes den Tod, als er zu einem röm. Soldaten sagte: "Störe mir nicht meine Kreise!"). Capua wird schließlich auch zurückerobert.
Das wieder erstarkte Rom agiert großflächig: die Flotte hat die Seeherrschaft; Philipp ist in die
Defensive gezwungen; Hannibal in den Süden abgedrängt; Scipio kämpft in Spanien und schließlich
ist Sizilien wieder ganz römisch. Karthago lässt sich einen taktischen Fehler nach dem anderen zu
Schulden kommen und lässt Hannibal auf italienischem Boden im Stich. Somit ist dieser
gezwungen zurück nach Afrika überzusetzen.
Der junge Scipio, obwohl nicht Consul, wird mit proconsularer Macht ausgestattet. Er bringt
Spanien in die Hände der Römer und kehrt als strahlender Sieger nach Rom zurück. Dort
mobilisiert er alle Truppen, um Karthago den Garaus zu machen. In Afrika angekommen verbündet
sich Scipio mit dem Numiderkönig Massinissa und trifft schließlich bei Zama auf das Heer des
Hannibal. Den Friedensantrag von Hannibal lehnt Scipio ab und schlägt die Punier vernichtend.
Hannibal flieht, wird von den Römern aber verfolgt und tötet sich schließlich durch Gift selbst.
Damit ist Karthago keine Großmacht mehr, sondern eine Handelsstadt mit der Gnade Roms, ähnlich
wie Massilia oder Syrakus.
Rom greift im Osten ein, als Pergamon, Rhodos und Athen um Beistand gegen Philipp den V.
bitten. Philipp wird geschlagen und muss alle Ansprüche auf das Land aufgeben. Die Römer
erklären die griechischen Staaten für frei und räumen das Land.
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