1. Punischer Krieg

Dieser Krieg war der Wendepunkt der römischen Außenpolitik, da zum ersten Mal über das Festland hinaus Krieg geführt wurde. Es wurde die entscheidende Weiche gelegt, die zur Entstehung der Reiches führen sollte. Bis zu dessen Ausbruch hatte man mit Karthago Verträge abgeschlossen, um die gegenseitigen Interessen zu wahren.

Es beginnt mit dem Hilferuf der Stadt Messana gegen Hieron von Syrakus, der sich mit den Karthagern verbündet hatte. Nach langem Zögern greifen die Römer ein, und der erfolglose Hieron schließt sich ihnen an. Während anfangs Karthago den Römern auf dem Wasser weit überlegen ist, holen diese schnell auf und schlagen die Karthager bei Mylae. Rom sieht sich nun fähig eine Invasion nach Afrika zu wagen, wird dort jedoch vernichtend geschlagen. Es kommt zu einem jahrelangen, zermürbenden Krieg auf Sizilien, den Rom schließlich für sich entscheidet. Karthago muss auf Sizilien verzichten und Kriegskontributionen zahlen. Einen erneuten Konflikt mit Karthago tragen die Römer auf Korsika und Sardinien aus, die beide, neben Sizilien, zur römischen Provinz werden.

Diese Provinzen hatten eine andere Herrschaftsform als auf dem römischen Festland. Man schickte in diese Gebiete einen Statthalter mit uneingeschränkter Machtbefugnis. Bald kam der Brauch auf gewesene Consuln und Preatoren mit der Statthalterschaft auszustatten. Diese brachten durch Steuern und verschiedene Repressalien ihre Finanzen wieder in Ordnung (siehe: Ciceros Anklage gegen Verres). Alle Provinzen waren im Gegensatz zu den Bundesgenossen zu Steuerzahlungen verpflichtet. In der Folge erobert Karthago unter Hamilkar (Vater des berühmten "Hannibal" aus dem 2. Punischen Krieg) und später Hasdrubal in Spanien sehr große Gebiete. Jedoch legen sie es nicht auf einen Konflikt an, sondern sichern durch Verträge (der "Ebro-Vertrag") mit den Römern ihre Interessen.

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