Außenpolitik der Res Publica
Rom hat Verträge mit allen umliegenden Völkern und bemüht sich stets Krieg nur zur
Verteidigung oder Hilfe für Bündnispartner und nicht als Angriffskrieg zu führen.
Die Konflikte mit den umliegenden latinischen und etruskischen Stämmen kann Rom für sich
entscheiden und zerstört schließlich auch die etruskische Stadt Veji.
Eine neue Bedrohung sind die von Norden eingewanderten Kelten, gegen die Rom schwere
Niederlagen einstecken muss. Den Kelten gelingt es sogar Rom bis auf das Kapitol einzunehmen (In diesem Zusammenhang ist auch die Episode mit den Gänsen der Juno entstanden).
Sie müssen jedoch, aufgrund von Bedrohungen ihres Stammesgebietes durch die Veneter, mit Rom
einen Vertrag schließen und geben die Stadt wieder auf. Dieser Vorfall löst in der Republik ein
Trauma aus und Rom hat durch die Jahrhunderte Angst vor "den Kelten". Als Folge davon wird die
Stadt um die sieben Hügel durch eine Mauer befestigt.
Durch Hilfegesuche von Bündnispartnern und einige diplomatische Wirren gerät Rom nach und
nach in Konflikt mit den Samniten und Tarentinern, sowie deren Bündnispartnern. Tarent ruft
schließlich Pyrrhos, den König von Epiros, herbei, der bis auf zwei Tagesmärsche nach Rom
vordringt. Er bietet Rom den Frieden an, wird jedoch vom Senat abgewiesen. Sein Gefecht mit Rom
bringt ihm große Verluste und wieder keinen eindeutigen Sieg (daher auch der Ausdruck "Pyrrhossieg"). Daraufhin lässt er seine
Bündnispartner im Stich und kehrt nach Epiros zurück. Den Römern gelingt es dann recht bald ganz
Italien, mit Ausnahme des keltischen Oberitaliens, unter ihre Führung zu bringen. Damit ist die
Expansion vorläufig beendet, da es für ein Übergreifen, über das Festland hinaus, an technischen
Möglichkeiten und Rechtfertigung fehlt.
In dieser Zeit entstanden berühmte Kriegstechniken und Verwaltungsmethoden der Römer. Das
Heer wurde in Legionen, die aus Manipeln (von "manus" -> "Hand, Schar") bestehen, organisiert. Jeder eroberte Gebietsstreifen
wurde durch "coloniae" (von "colonus" -> "Bauer"; daher auch der Name "Köln" (colonia agrippina)) gesichert, in denen sich römische Bürger ansiedelten und für die
Sicherung des Landes sorgten. Sie bildeten bei einem Aufstand das Rückgrat der Verteidigung.
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