Regnum

Durch Funde weiß man, dass sich das Bauern-Volk der "Latiner" zwischen den Pontischen Sümpfen und dem Tiber niedergelassen hat und sich irgendwann um 600 v. Chr. mit dem Volk der "Sabiner" zusammenschloss(Livius erzählt dazu die berühmte Geschichte vom "Raub der Sabinerinnen"). Im Norden grenzten sie an das Volk der Etrusker, im Süden an die Griechen an.

Man nimmt an, dass die Etrusker aus Kleinasien in die Gegend des Tibers einwanderten. Sie brachten die technischen Errungenschaften der östlichen Hochkulturen (Metallverarbeitung, Schiffbau, Streitwagen, Städtebau und Wassertechnik) mit und waren der ansässigen Bevölkerung weit überlegen, so dass sie bald die Herrschaft übernahmen. Rom wurde von einem König regiert. Der römischen Überlieferung nach in dieser Reihenfolge: Romulus, Numa Pompilius, Tullus Hostilius, Ancus Marcius, Tarquinius Priscus, Servius Tullius und Tarquinius Superbus.

Unter der etruskischen Führung erlebt das ehemaligen Dorf einen wirtschaftlichen und technologischen Aufschwung und vergrößert seine Macht auf das umliegende Gebiet.

Jedoch spitzt sich unter Tarquinius Superbus die politische Lage immer mehr zu, einerseits durch den Konflikt mit den Griechen und dem Verlust der Seeherrschaft, andererseits durch eine Wirtschaftskrise, die viele Jahr andauert. Tarquinius versucht seine Macht durch eine totalitäre "Ein-Mann-Herrschaft" zu halten, wird aber letztendlich von den großen, grundbesitzenden Familien abgesetzt. Damit hatte sich Rom von der etruskischen Herrschaft befreit und beginnt einen eigenen Staat zu gründen, die "res publica" (Wörtlich: "Die öffentliche Angelegenheit", gemeint ist "Staat", unübersetzbar.)

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