Anwendungsbeispiele

Es lassen sich nahezu unendlich viele Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technik beschreiben. Im Folgenden werden nur die theoretischen Möglichkeiten der Technik aufgezeigt, da aufgrund der Bedenken häufig eine andere Lösung nötig sein wird.

Logistik 

Die Logistik gilt als der Haupteinsatzbereich für die RFID-Technik, da sich dort durch den Einsatz von Smart Tags die Warenübergabe zwischen den Herstellern erheblich vereinfachen lässt.

Der Produzent stattet seine Produkte mit einem Smart Tag aus und registriert sie in einer Datenbank. Wenn die Produkte die Produktionshallen verlassen, wird dies automatisch mitprotokolliert. Mit dem nächsten Zwischenhändler können die zu liefernden Produkte vereinbart werden und ihm deren EPC mitgeteilt werden. Die Produkte werden dann ausgeliefert und automatisch, durch die Reader an den Verladestationen, in der Datenbank als "verkauft" gekennzeichnet.
Der Wareneingang beim Zwischenhändler geschieht auf die selbe Weise vollautomatisch und es kann zudem sofort geprüft werden, ob auch die vereinbarten Produkte geliefert wurden.

Jedes Unternehmen weiß also zu jeder Zeit, welche Ware sich an welchem Ort befindet, seit wann sie dort ist und woher sie kam.

Abbildung 3: RFID in Einsatz in der Logistik

Verkauf 

Der gleiche Automatismus wie in der Logistik ließe sich auch beim Verkauf an den Endkunden anwenden. Jeder Kunde erhält eine Kundenkarte mit einem Smart Tag. Wenn er nun den Laden durch eine spezielle Kasse verlässt, werden alle Produkte automatisch gescannt und das Geld dann von seinem Konto eingezogen.

Abbildung 4: Automatische Kasse im Extra Future Store

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. So ließe sich, z. B. auf den Einkaufswägen, ein Display anbringen, das den Kunden persönlich begrüßt, ihm seine über das Internet eingespeicherte Einkaufsliste anzeigt und anhand dieser automatisch durch den Laden navigiert.
Durch die zahlreichen Reader im Einkaufsbereich könnte der Weg des Kunden durch die Regale verfolgt werden (tracken) und somit Voraussetzungen für eine ideale Aufstellung der Regale geschaffen werden.

Abbildung 5: Einkaufswagen-Display im Extra Future Store

Zudem wäre es möglich aufgrund der Informationen über die bereits gekauften Produkte eines Kunden auf den Displays im Kaufhaus personalisierte Werbung abspielen.

Leere Einkaufsregale dürften eine Seltenheit werden, da das Nachfüllen der Regale zentral koordiniert werden kann. Die aufwendige Preisauszeichnung fällt für den Verkäufer weg, da der Preis immer auf dem Einkaufswagen-Display angezeigt wird. Es lassen sich auf diese Weise persönliche Rabatte für Kunden machen, die dem Unternehmen großen Gewinn bringen, sehr häufig ein bestimmtes Produkt kaufen, besonders jung sind etc..

Das Problem des Ladendiebstahls wäre auch behoben. Verlässt ein Kunde das Kaufhaus mit einer Ware, die nicht in der Datenbank als "verkauft" gekennzeichnet ist, dann schlägt das System Alarm. Der Dieb könnte auch sofort über seine Kundenkarte oder die Smart Tags seiner Kleidung etc. identifiziert werden. Ebenso ließe sich leicht feststellen, wenn ein Smart Tag innerhalb der Verkaufsfläche zerstört werden würde, da es dann nicht mehr für die Reader einsehbar ist.
Da die Zahl der Diebstähle somit gegen Null streben würde, soll es nach Meinung der RFID-Lobby auch billigere Preise geben.

Für diesen Einsatzbereich gibt es bereits eine Pilot-Projekt der Metro AG, den Extra Future Store in Rheinberg (http://www.future-store.org).

Abbildung 6: Werbungs-Display ----------

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