Technik

Allgemein 

RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Methode Daten über Funk auszulesen. Dazu muss das zu identifizierende Objekt mit einem RFID-Transponder ausgestattet werden. Der Transponder (Wortschöpfung aus Transmitter und Responder) ist ein winzig kleiner Computer-Chip, der vorwiegend als Etikett hergestellt wird. Diese Chips antworten automatisch auf Anfragen von Lesegeräten (Reader) und übermitteln ihnen ihre Daten.

Abbildung 1: Smart Tag Etikett

Es ist in Zukunft geplant, jedem Produkt eine eindeutige Nummer (EPC, engl. electronic product code) zu vergeben und es mit einem RFID-Etikett (Smart Tag) auszustatten, das diese Nummer enthält. Somit kann jedes Produkt mit einem Reader identifiziert werden und über eine Abfrage einer weltweiten Datenbank können genauere Informationen über es ermittelt werden.
Neben der Produktkennzeichnung ist das Verfahren in ferner Zukunft auch zur Kennzeichnung von Tieren, Leihbüchern und sogar Banknoten vorgesehen.

Es werden zwar bereits Produkte mit einem maschinenlesbaren Strichcode (Barcode) gekennzeichnet, wie z. B. in Kaufhäusern oder die ISBN-Nummer von Büchern, allerdings gibt es zu dem bisherigen Barcode-Verfahren beträchtliche Unterschiede.

Unterschiede zum Barcode 

Der Barcode bezeichnet nur die Art des Produkts, beispielsweise "Tüte Paprika-Chips von Firma XXX aus Deutschland". Zudem gibt es keine weltweite Datenbank mit zusätzlichen Informationen.
Im Gegensatz dazu liefert der EPC "Tüte Paprika-Chips von Firma XXX aus Deutschland Nummer ZZZZ" und bezeichnet damit genau diese eine dem Reader vorliegende Tüte. Über die Abfrage der Datenbank kann daraufhin z. B. ermittelt werden, wann, wo und von wem sie produziert wurde, welche Zwischenstationen sie auf dem Weg hierher schon passiert hat (Hersteller, Transportunternehmen, Endkunde...) und wie lange sie noch haltbar ist.
Neben der weltweiten Datenbank kann ein Unternehmen noch eigene Datenbanken führen und dort spezielle für es relevante Informationen speichern, z. B. wo genau im Unternehmen sich diese Tüte- Chips gerade befindet.

Dazu müssen nur im ganzen Unternehmen Reader installiert werden, denn die Daten des Chips lassen sich über Funk auslesen, sobald sich das mit einem Smart Tag versehene Produkt in der Nähe eines Readers befindet. Es ist im Unterschied zum Barcode kein Sichtkontakt nötig, da die Radiowellen auch beispielsweise durch die Kleidung dringen können. Somit ist ein heimliches Auslesen der Information möglich, was mit dem Barcode-Verfahren kaum realisierbar ist.

Abbildung 2: Barcode Etiketten----------

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