Machbarkeit beim Menschen
Will man einen Menschen klonen kommt als Verfahren nur der Nukleustransfer in Frage, da bei der
künstlichen Mehrlingsspaltung die Wahrscheinlichkeit, einen Embryo zu erhalten, noch niedriger ist.
Zudem gibt es eine Reihe von Problemen:
Technische Probleme und mögliche Lösungen
Sieht man sich die Ergebnisse bei Tierversuchen an, klappt ein Nukleustransfer nur in einem Prozent
der Fälle. Bei den Versuchen mit Menschen in Südkorea im Februar 2004 konnte nur eine einzige
Stammzelle gewonnen werden, d. h. die Erfolgsrate lag bei 0,4 Prozent.
(Quelle: http://www.eurekalert.org/pub_releases/2004-02/aaft-hes020504.php)
Zudem stellt eine gewonnene Stammzelle noch lange keinen entwickelten Organismus dar. Man
versucht jedoch zu erreichen, aus diesen Stammzellen neue Gewebezellen zu differenzieren, die dann
transplantiert werden können. Allerdings ist man bei der technischen Realisierung davon noch weit
entfernt.
Aufgrund der niedrigen Erfolgsrate benötigt man sehr viele Eizellen und damit auch viele
Spenderinnen. Eine Lösung des Problems wäre, tierische Eizellen zu verwenden, allerdings sind dann
die Inprinting-Defekte zu hoch und zudem würden tierische Mitochondrien mit ungewissen Folgen in
dem menschlichen Organismus zurückbleiben.
Bei den Versuchen in Südkorea konnte diese eine Stammzelle nur gewonnen werden, weil Eizelle und
Spenderzelle von der selben Frau stammten. Stammten Eizelle und Spenderzelle von verschiedenen
Frauen, erhielten die Forscher nur Blastozysten, bei einer männlichen Spenderzelle entwickelten sich
nicht einmal Blastozysten.
(Quelle: http://www.cloning.ch/cloning/therapeutisch.html#ES-Zellen-gekonte-Embryos)
In einer im Science Magazin veröffentlichten Arbeit wurden Rhesusaffen geklont. Die Embryonen
hatten alle eine abnormale Anordnung der Spindelfasern, was die Anordnung der Chromosomen
stört. Dies scheint typisch für Primaten zu sein, nicht jedoch für die anderen Tiere, die bisher geklont
wurden. Die Forscher folgerten daraus, dass das Gewinnen von Stammzellen bei den Primaten
schwierig sei und reproduktives Klonen undurchführbar.
(Quelle: http://www.cloning.ch/cloning/reproduktiv.html#Machbarkeit - Abs. 4 ; http://www.sciencemag.org/content/vol300/issue5617/index.shtml)
Fazit
Fasst man nun die oben erläuterten Informationen zusammen, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass
der erste geklonte Mensch noch in ferner Zukunft liegt, also folglich reproduktives Klonen des
Menschen mit gegenwärtigem Stand der Technik nicht möglich ist.
Somit können auch alle Meldungen von Wissenschaftlern, Sekten und Ärzten, sie hätten Menschen
geklont, als falsch angesehen werden, da sie stets einen Nachweis schuldig geblieben sind.
(Quelle: http://www.cloning.ch/cloning/reproduktiv.html#Klonbabys)
Was sich allerdings nach dem momentanen Forschungsstand in Südkorea entwickeln könnte, ist die
Gewinnung von Stammzellen. Aber auch hier ist die Erfolgsrate viel zu niedrig, allerdings ist es
sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis man dann aus diesen Stammzellen bestimmte Gewebezellen
oder gar Organe gewinnen kann bzw. die Technik den Anforderungen des Klonens gerecht wird. Es
wird dann die Frage zu diskutieren sein, ob sich das Klonen von Menschen mit ethischen Prinzipien
vereinbaren lässt.
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