Grundlagen: Kommunikation 

Im Bereich der Informationstechnik versteht man unter Kommunikation (lat. communicare = mitteilen) die Übertragung von Daten und damit den Austausch von Information. Die Daten werden dabei von einem Sender über einen Übertragungskanal an einen Empfänger übermittelt. Häufig befinden sich zwischen Sender und Empfänger mehrere Zwischenstationen, die die Daten weiterleiten.

Abbildung 1: Schema der Kommunikation

Um eine Kommunikation zwischen zwei technischen Systemen (z. B. PCs, Handys etc.) zu ermöglichen, müssen bestimmte Voraussetzungen gewährleistet sein. Zum einen müssen beide über kompatible Schnittstellen verfügen, zum anderen müssen Vereinbarungen über die Art und Weise des Informationsaustauschs getroffen werden. Diese Voraussetzungen sind in zahlreichen Standards (Protokolle) definiert.

Werden Daten von einem anderen System auf das eigene System übertragen, wird dieser Vorgang Download oder Herunterladen genannt. Bei Übertragung von Daten vom eigenen System auf ein anderes spricht man von einem Upload oder Hochladen. Ziel der Computerkommunikation ist die gemeinsame Nutzung von Daten. Das eine System stellt sog. Dienste (engl. services) bereit, die das andere nutzt, um in einer bestimmten Art und Weise auf Daten zuzugreifen. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Prinzipien.

Client-Server Prinzip 

Bei diesem Prinzip haben beide Systeme jeweils unterschiedliche Aufgaben.

Abbildung 2: Client-Server Prinzip

Der Server stellt einen bestimmten Dienst bereit, den der Client nutzt. Der Client sendet einen Auftrag an den Server und erhält von ihm dann das Ergebnis zurück. Während der Client nur bei Bedarf aktiv wird, wartet der Server ständig auf Anfragen der Clients. Meistens bedient ein Server mehrere Clients. Das World Wide Web (WWW), der Hauptdienst des Internets, funktioniert nach diesem Prinzip. Der Anwender fordert über ein Client-Programm (Browser) eine Datei bei einem Server an und bekommt sie daraufhin übertragen (s. Kapitel "Dienste" -> "WWW").

Peer-to-Peer Prinzip (P2P) 

Bei diesem Prinzip haben beide Systeme die selben Aufgaben. Sie sind beide sowohl Server als auch Client, d. h. sie stellen Dienste bereit und nutzen Dienste.

Jeder Teilnehmer eines Netzwerks ist ein Peer. Einerseits sendet er Aufträge an andere Peers, andererseits liefert er anderen Peers die Ergebnisse ihrer Aufträge. Auch hier kann ein Peer mehrere andere Peers bedienen.

Abbildung 3: Peer-to-Peer Prinzip

Bekannt geworden ist dieses Prinzip vor allem durch Tauschbörsen bei denen jeder mit jedem Dateien tauschen kann. Der Anwender gibt über ein Programm eigene Dateien zum Herunterladen frei und lädt mit diesem aber auch von anderen freigegebene Dateien herunter (s. Kapitel "Dienste" -> "Tauschbörsen").

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