Internet: Funktionsweise
Um Teilnehmer des Internets zu werden, muss das System über die TCP/IP-Protokollfamilie nach dem
TCP/IP-Referenzmodell kommunizieren können. Dieses Modell teilt, wie das OSI-Modell, den
Kommunikationsprozess in Schichten ein, auf denen jeweils bestimmte Protokolle arbeiten. Im Gegensatz
zum OSI-Modell sind es jedoch nur vier Schichten.
Wie beim OSI-Modell werden die Daten in Pakete aufgeteilt und jedes Datenpaket von den Protokollen der
jeweiligen Schicht um Header erweitert.
Der größte Vorteil dieses Modells ist die Unabhängigkeit von Hardware und Software. So kann für den
Netzzugang ein beliebiges Protokoll eingesetzt werden und damit eine beliebige Hardware. Ebenso kann auf
der Anwendungsschicht eine beliebiges Protokoll und damit ein beliebiges Programm verwendet werden.
Protokolle des Netzzugangs
Die Protokolle dieser Schicht haben die Aufgabe, die nötigen Voraussetzungen zur Kommunikation zweier
benachbarter Systeme zu schaffen. Wie schon erwähnt können beliebige Protokolle eingesetzt werden. So
werden je nach System und Verbindung andere Protokolle angewandt. In der Praxis werden vor allem
folgende Protokolle verwendet: Ethernet, WLAN und PPP.
Ethernet
Ethernet ist eine Vernetzungstechnologie für kabelgebundene LANs. Es definiert die Hardware und gibt
jedem System eine eindeutige Adresse (MAC-Adresse). Zusätzlich bietet es Paketbestätigung,
Fehlerüberprüfung und Flusskontrolle. Es gibt sehr viele Protokolle, die sich in ihrer Geschwindigkeit und den
verwendeten Kabeltypen unterscheiden.
WLAN
WLAN (Wireless LAN) ist ein Sammelbegriff für drahtlose Netzkommunikation. Meist wird damit der
Industriestandard IEEE 802.11 bezeichnet. Die Protokolle dieses Standards funktionieren prinzipiell wie
Ethernet, die Kommunikation läuft aber über Funk. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten, die sich in
ihrer Geschwindigkeit und den verwendeten Frequenzen unterscheiden.
Während bei der Vernetzung von mehr als zwei System meistens ein Verteiler nötig ist, bietet WLAN
zusätzlich noch einen sog. Ad-Hoc Modus bei dem alle Teilnehmer eines Netzes direkt miteinander
kommunizieren können.
PPP
Das PPP (Point-to-Point Protocol) dient zur Verbindung zweier Systeme über Wählleitungen. Es bietet die
selben Funktionen wie Ethernet: Adressierung, Paketbestätigung, Fehlerüberprüfung und Flusskontrolle.
Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit einen Benutzernamen und ein Passwort zur Authentifizierung zu
übertragen.
PPP wird meistens zur Einwahl ins Internet über die Telefonleitung (über Modem oder ISDN) zum Zugangs-
Provider verwendet. Bei einer Einwahl über DSL kommt in Deutschland die modifizierte Variante PPPoE (PPP
over Ethernet) zum Einsatz.
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