Internet: Dienste 

Das Internet bietet seinen Teilnehmern zahlreiche Dienste an. Diese bieten Möglichkeiten, auf eine bestimmte Art zu kommunizieren. Meistens sind damit bestimmte Programme und auch verschiedene Protokolle verknüpft.

Es gibt eine Reihe von Unternehmen sog. ISPs (Internet Service Provider, in Deutschland oft nur "Provider"), die ihren Kunden die Möglichkeit zur Nutzung bestimmter Dienste anbieten. Teils gegen Bezahlung, teils aber auch kostenlos. Sie lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen:

  • Zugangs-Provider, die einen Anschluss ans Internet ermöglichen,
  • Hosting-Provider, die ihren Kunden die Nutzung von Hosts anbieten.

Die Kunden nutzen dies oftmals, um wiederum anderen Anwendern des Internets eine Nutzung von Diensten zu ermöglichen.

Die meist genutzten Dienste des Internets sind: DNS, WWW, E-Mail, FTP, Chat und Tauschbörsen.

DNS 

Das DNS (Domain Name System) ist der wichtigste Dienst des Internets. Mit Hilfe des DNS ist es möglich, einen Host über einen Namen, die sog. Domain, zu identifizieren. Es wurde entwickelt, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als die IP-Adressen.

Domain 

Eine Domain ist ein im Internet eindeutiger Name, der aus mehreren Labels, die durch Punkte getrennt sind, besteht. So besteht beispielsweise die Domain "sina.eetezadi.de" aus den Labels "sina", "eetezadi" und "de". Je weiter rechts ein Label steht, umso "höher" ist es. Die höchste Ebene stellen die TLDs (Top Level Domains) dar. Dementsprechend gibt es Second-, Third-Level Domains usw. . Die Labels ab der dritten Ebene, in diesem Fall also "sina", werden als Subdomains bezeichnet. Theoretisch sind beliebig viele Subdomains möglich, allerdings darf eine Domain maximal 255 Zeichen lang sein.

Jeder Besitzer eines Labels bestimmt, ob und wie die Labels unterhalb des eigenen Labels vergeben werden.

TLDs 

Die TLDs werden von den Organisationen des Internets vergeben. Es gibt allgemeine TLDs (engl. generic TLDs; gTLDs) und länderspezifische TLDs (engl. country-code TLDs; ccTLDs). So ist beispielsweise ".com" eine allgemeine TLD und ".de" die länderspezifische TLD für Deutschland.

Um eine IP-Adresse mit einer Domain zu verknüpfen, muss man bei der entsprechenden Stelle ein Label unterhalb der jeweiligen TLD registrieren. Dies kostet je nach TLD eine bestimmte Jahresgebühr. Meistens registrieren die Hosting-Provider für ihre Kunden die Domains, da diese selbst keinen eigenen Host besitzen.

Funktionsweise 

Es gibt für jede Ebene einer Domain Nameserver. Diese liefern auf Anfrage den Nameserver der nächstunteren Ebene oder die IP-Adresse des Systems, falls es keine weiteren Ebenen mehr gibt. Ab der dritten Ebene einer Domain kennen die Nameserver auch häufig weitere untere Ebenen. Die Basis stellen die Root-Sever dar, die die Adressen der TLD-Nameserver liefern.

Die Abfrage der Nameserver ist in den meisten Programmen bereits integriert, d. h. der Anwender braucht nur die Domain des Hosts zu kennen, die Abfrage erledigt die Anwendung automatisch. Dadurch erfährt das Programm die IP-Adresse des Empfängers und kann mit diesem kommunizieren.

Abbildung 17: Kommunikation mit DNS

Zu Kommunikation mit "sina.eetezadi.de" sendet das Programm zuerst eine Anfrage an einen Root-Server. Dieser liefert dem Programm die IP-Adresse des Nameservers für die TLD "de". Bei der Vergabestelle für die TLD "de" hat ein Provider seinen Nameserver für "eetezadi.de" registriert. Der Nameserver der Vergabestelle liefert dem Programm dann die IP-Adresse des Nameservers des Providers. Der Nameserver des Providers verwaltet sowohl "eetezadi.de" als auch "sina.eetezadi.de". Er kann der Anwendung sowohl die IP-Adresse für "eetezadi.de", als auch für "sina.eetezadi.de" liefern. In diesem Fall übermittelt er natürlich die IP-Adresse für "sina.eetezadi.de". Das Programm kann nun mit Hilfe dieser Information mit "sina.eetezadi.de" kommunizieren.

WWW 

Das WWW (World Wide Web) ist der bekannteste Dienst des Internets und wird auch oftmals mit diesem gleichgesetzt. Er bietet den Nutzern Informationen in Form von Webseiten.

Webseiten 

Webseiten sind Textdateien, die in HTML (Hypertext Markup Language) verfasst wurden. Mit Hilfe von HTML lassen sich Texte strukturieren und in diese multimediale Elemente wie z. B. Grafiken, Videos, etc., einbinden. Des weiteren kann man mit HTML Webseiten untereinander verknüpfen, indem man bestimmte Elemente wie z. B. ein Wort oder eine Grafik mit einem sog. Link auszeichnet. Um Webseiten zu betrachten, benötigt man ein Programm, den Browser. Dieser interpretiert den in HTML verfassten Text und zeigt das Ergebnis an.

Funktionsweise 

Das WWW funktioniert nach dem Client-Server Prinzip, wobei die Kommunikation über HTTP (Hypertext Transfer Protocol) abgewickelt wird. Auf einem Server ist ein Programm, der Webserver, installiert, der die Webseiten dieses Hosts verwaltet. Auf Seiten des Clients benutzt der Anwender zur Kommunikation mit dem Server einen Browser. Dazu gibt er die Domain eines ihm bekannten Hosts in den Browser ein und der Browser fordert von dem Webserver des entsprechenden Hosts eine Webseite an. Der Webserver überträgt daraufhin dem Browser die Webseite, die der Browser interpretiert und dem Anwender anzeigt.

Das Besondere ist nun, dass der Anwender auf die mit einem Link belegten Elemente einer Webseite klicken kann und daraufhin der Browser die damit verknüpfte Webseite vom Webserver anfordert, interpretiert und anzeigt. So gelangt der Anwender von einer Webseite zur Nächsten.

Der Link kann dabei nicht nur auf Webseiten desselben Hosts, sondern auch auf Webseiten eines anderen Hosts verweisen. Als Website (lat. situs = gelegen, liegend) werden alle Webseiten, die unter einer bestimmten Domain verfügbar sind, bezeichnet.

Somit ist das WWW ein weltweites Netz von Webseiten, die untereinander verknüpft sind.

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